Vorstand der Schützenbruderschaft St.Laurentius
Holtrup-Langförden e.V.

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Schriftführer Andrea Kupka Jugendwart Frank Kröger Stell.Schießmeister Mattias Borchers Beisitzer Udo Thöle Platzwart Clemens Kröger Schießmeister Ludger Schwinefot und Schießmeister 1. Brudermeister Herbert Wilke Stell. Brudermeister Aloys Meyer Kassenwart Marlis Baumann Stel.Jugendwart Andreas Schwinefot Oberst Bernd Göttig

 
Der Schützenverein Holtrup wurde 1924 gegründet und so konnte die Schützenbruderschaft vor drei Jahren das 75-jährige Jubiläum feiern. In der damaligen Satzung war im § 2 zu lesen: "Die Freundschaft und die Eintracht unter der Einwohnerschaft der Bauernschaft Holtrup zu pflegen und die Jugend im sicheren Schießen als treue Staatsbürger zu üben". Dies ist auch heute im übertragenen Sinne noch glaubwürdig. Denn die Bruderschaft steht unter dem Zeichen "Glaube, Sitte, Heimat".
Als im Jahre 1927 der Schützenverband TELL Südoldenburg gegründet wurde, war die Bruderschaft Holtrup-Langförden mit ihrem damaligen Vorsitzenden Josef Vornhagen vertreten Marlis Baumann Kassenwart Udo Thöle Beisitzer Mathias Borchers 2. Schießmeister Holger Engelmann Oberst Otto Büssing 1. Brudermeister Aloys Meyer 2. Vorsitzender Stefan Siemer Schriftführer Mathias Asbrede Platzwart Mattias Asbrede Platzwart Stefan Siemer Schriftfüher Aloys Meyer 2. Vorsitzender Otto Büssing 1.Brudermeister Holger Engelmann Oberst Mathias Borchers 2. Schießmeister Udo Thöle  1.Beisitzer Marlis Baumann Kassenwart .

Verabschiedung des Ehrenbrudermeister
Otto Büssing

 

Vl. Aloys Meyer Stellvertretender Brudermeister,
Leni Büssing, Otto Büssing ,
Brudermeister Herbert Wilke

 

1935 schloss sich der Schützenverein der Erzbruderschaft St. Sebastianus an und nennt sich seit dieser Zeit St. Hubertus-Schützenverein Holtrup. Der erste Schießstand wurde auf einer Weide vom Bauer Reinke an der Straße Holtrup - Lutten erbaut.
Häufig wurden Stimmen laut, die Jugend mehr für den Schießsport zu begeistern. Die Kompanien kümmerten sich mehr und mehr jugendliche an den Schießsport heran zu führen. Auf einer Generalversammlung wurde dann "Grünes Licht" gegeben. Die Jungendlichen waren sichtlich froh und die Schießwarte hatten alle Hände voll zu tun. Es wurden ihnen die Waffen erklärt und Schießübungen durchgeführt. Beim Vergleichsschießen mit der Schützenklasse stand diese Elite dann später ihren Mann. Doch nicht alles war zum Besten. Der Schützenverein trat den Deutschen Historischen Schützenbruderschaften bei, die einen katholischen Geistlichen als Präses hatten. Für die damalige NS-Führung war dies ein Dorn im Auge. Man hätte den Deutschen Schützenbund wählen müssen, da dieser eine ganz andere Zielsetzung hatte. Durch dieses "Vergehen" wurde ständig der Schießstand überprüft und wegen Kleinigkeiten bemängelt. Wenn die Beanstandungen auch beseitigt wurden, so fand man immer neue Fehler, bis man denn Schießstand schließen musste. Es wurde sogar untersagt, an Prozessionen und öffentlichen kirchlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Die Vereinsfahne durfte nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt werden und wurde in der Kirche aufbewahrt. Der Schützenverein musste sich eine Reichsbundfahne anschaffen und bei alle öffentlichen Veranstaltungen mitführen. Dieses gefiel den Schützen von Holtrup überhaupt nicht. "Was wollen wir mit einem Schützenverein, wenn wir keinen Schießstand mehr haben?".

Der Vereinsführer Theodor Dasenbrock besorgte sich die nötigen Unterlagen bei der Kreisverwaltung und der Polizei. Die Schützen packten alle an und nach kurzer Zeit war ein neuer Schießstand nach den Richtlinien der damaligen Machthaber erbaut. Der Schießstand wurde durch die Schutzpolizei und durch das Amt in Vechta abgenommen. Nun konnte wieder geschossen werden, was von der Bevölkerung dankbar gewürdigt wurde. Durch den 2. Weltkrieg wurde der Schießsport ab 1939 eingestellt. Nach dem Ende des Krieges wurde der Schützenverein wieder aktiviert. Im Jahre 1954 erlaubte es die Kasse, einen neuen Schießstand in Holtrup zu bauen. Auf der Generalversammlung 1965 wurde dann beschlossen, den Schießsport für die Jugend im Alter von 14 -18 Jahren zu fördern. Vereins- und Sachpreise, die gespendet wurden, kamen dann den Jugendlichen zugute. Als einige Jahre später noch Orden und Pokale hinzu kamen, konnte der Schießstand in Holtrup die Schützen kaum noch fassen. Durch die intensive Werbung war der Schützenverein Holtrup in ganz Langförden bekannt geworden. Überall in den Bauernschaften bildeten sich Schießgruppen, die sich dann zu Kompanien zusammenschlossen und dem Schützenverein Holtrup beitraten. 1972 wurde der erste Schützenkönig des Vereins ermittelt: Bernd Nieske.

Schon häufig war die Frage nach einen geräumigen Schießstand und größeren Festplatz aufgeworfen worden. Es bot sich ein Gelände beim Sportplatz am Gut Bomhof an. Am 11.10.74 wurde der Grundstein für die neue Schützenhalle gelegt. Rasch wurde gehandelt und alle Kompanien halfen mit, den neuen Schießstand zu errichten. Dank der schnellen Arbeit der Handwerker und der vielen freiwilligen Helfer war die Einweihung am 2. Mai 1975 möglich.
14 Tage später feierte man das 51. Schützenfest zu dem jetzt fünf Kompanien zählen. Der Schützenverein wurde 1987 neu belebt, als man der Deutschen Historischen Schützenbruderschaft beitrat und nennt sich seit dieser Zeit Schützenbruderschaft Holtrup - Langförden e.V. Die alte Fahne des Schützenverein Holtrup drohte zu zerreißen, denn sie war ja auch schon fast 50 Jahr alt. So beschloss man, eine neue Fahne anzuschaffen. Diese wurde dann zum Schützenfest 1994 feierlich in der St. Laurentius Kirche in Langförden von unserem Präses Pfarrer Heinrich Rießelmann eingeweiht.

Durch die ständig anwachsenden Mitgliederzahlen und bedingt durch dem daraus resultierenden Schießsport wurde bald auch diese Schützenhalle zu klein. So wurde dann 1995 die Schießhalle erweitert und modernisiert, so dass jetzt zehn Luftgewehrstände und acht KK-Stände den Schützen zu Verfügung stehen. Durch die gut ausgebaute Schützenhalle ist der Schießsport weiterhin im Aufwind. Viele Erfolge sind in der Bruderschaft erzielt worden. Ob bei Rundenwettkämpfen oder bei Meisterschaften, der Verein steht in den vordersten Reihen. Sogar bei den Bundesmeisterschaften erreichte man den ersten Platz im KK-Senioren-Mannschaftschießen.
1999 feierte die Schützenbruderschaft Holtrup - Langförden ihr 75-jähriges bestehen mit den umliegenden Schützenvereinen und Bruderschaften und natürlich auch mit den Mitgliedern des Tellverbandes
Auf diesem Schützenfest wurde erstmalig ein Kaiser in der Bruderschaft ausgeschossen. Alle ehemaligen Könige der Bruderschaft traten zu diesem Wettstreit an. Es war ein langer Kampf, bis der Adler fiel. Otto Büssing konnte sich den Titel als ersten Kaiser der Schützen sichern.
Da die Schützenbruderschaft aus fünf Kompanien besteht, werden alljährlich auch zum Volksfest unsere Schützen zum Bau der Festwagen herangezogen. Diese Arbeit macht allen Beteiligten viel Spaß, da man ja selber den Festumzug mit gestalten kann.
Für besondere Leistungen in der Bruderschaft werden zum Schützenfest auch Ehrungen für einige Schützen ausgesprochen und mit einer Urkunde der Historischen Deutschen Schützenbruderschaft bedacht.

Kontaktaufnahme über E-mail: Herbert.wilke@t-online.de